Tabakentwöhnung
Für nahezu alle unsere Patienten stellt das Rauchen die lebensgeschichtlich erste
Drogeneinnahme dar. In der Regel geht die Tabakabhängigkeit der Entwicklung weiterer
substanzbezogener Störungen voraus.
In der Holthauser Mühle besteht Rauchverbot. Lediglich im Freien an ausgewiesenen
Orten und außerhalb der Therapie- und Nachtruhezeiten darf geraucht werden. Unser
Ziel ist es, durch Informationen über die Schädlichkeit des Rauchens zu erreichen,
dass die Patienten das Ausmaß ihres Tabakkonsums kritisch einschätzen können und
ein Problembewusstsein für eine bestehende Tabakabhängigkeit entwickeln, so dass
längerfristig die Voraussetzungen für Tabakabstinenz geschaffen werden.
Auf Wunsch des Patienten oder nach ärztlicher Indikation führen wir Tabakentwöhnungen
in einer indikativen Gruppe durch. Dies ist eine geschlossene Gruppe, die ein achtwöchiges
Programm zur Raucherentwöhnung durchführt. Spätestens nach dem vierten Treffen erfolgt
der Rauchstopp, die restliche Zeit dient der Stabilisierung der Tabakabstinenz.
Die psychologische Tabakentwöhnung kann indikationsgeleitet durch eine Nikotinersatztherapie
ergänzt werden.