Behandlungskonzept
Die Einbindung der Kinderbetreuung geschieht im Therapieablauf unter folgenden Aspekten:
- Das Kind bewohnt mit Eltern, Vater oder Mutter ein gemeinsames Zimmer. Kindergerechte
Möblierung und kindergerechte Bedingungen sind vorhanden. Frühstück und Abendessen
werden von Kindern und Eltern gemeinsam in der Holthauser Mühle eingenommen.
- Während der täglichen Therapieangebote der Eltern werden die Kinder in der Kindertagesstätte
unserer Schwesterklinik betreut. Die Kinder werden morgens zwischen 8.00 und 8.30
Uhr von unserem Fahrdienst in die Fachklinik Hochsauerland gebracht und zwischen
16.45 und 17.00 Uhr dort wieder abgeholt. Freitags endet die Kinderbetreuung um
15 Uhr. Das Mittagessen findet in der Kindertagesstätte statt. In der Freizeit und
am Wochenende stehen ein Kinderspielzimmer im Eltern-Kind-Haus, ein eigener Spielplatz
und das Mühlengelände mit Erlebnismöglichkeiten in der Natur zur Verfügung. Spielplätze
und Bauernhöfe sowie im Winter ein Rodellift in unmittelbarer Nähe bieten Ziele
für gemeinsame Unternehmungen.
- In der Elterngruppe unter Leitung des für das Eltern-Kind-Haus zuständigen Gruppentherapeuten
und den bei Bedarf mit den Erzieherinnen der Kindertagesstätte durchgeführten Elterngesprächen
finden gezielte Beratung, Aufklärung, Erziehungshilfen und integrative Arbeit an
den emotionalen Konflikten der Patienten in der jeweiligen Elternrolle statt. Ein
regelmäßig 14-tägig stattfindender Austausch zwischen der Leiterin der Kindertagesstätte
und der Leitung der Holthauser Mühle gewährleistet eine reibungslose Zusammenarbeit.
Mit der Aufnahme von schwangeren Frauen, die während der stationären Entwöhnung
entbinden, haben wir in den letzten Jahren sehr positive Erfahrungen gemacht. Durch
das nahe gelegene Bad Fredeburger Krankenhaus sind alle medizinischen Voraussetzungen
für eine kompetente Schwangerschafts- und Geburtsbetreuung gegeben. In den ersten
Wochen nach der Geburt versorgen die Mütter ihre Babys mit Unterstützung einer ins
Haus kommenden Hebamme und therapeutischer Hilfe selbst, damit eine angemessene
Mutter-Kind-Beziehung entstehen kann und die Patientin lernt, ihre Rolle als Mutter
zu bewältigen.
Die Kosten für die Behandlung der Kinder werden im Regelfall von dem zuständigen
Leistungsträger der Eltern(-teile) oder vom Jugendamt übernommen. Es ist dabei für
uns selbstverständlich, dass wir mit den zuständigen Jugendämtern zusammenarbeiten.